Alpenüberquerung Garmisch-Meran mit Hund: 7 unverzichtbare Wanderhighlights

Asta und ich haben es erneut getan – wir sind von Garmisch nach Meran über die Alpen gewandert. Letztes Jahr sind meine Hündin Asta und ich die schöne Eurohike Alpenüberquerung vom Königssee zum Wörthersee gewandert und nun wartete eine neue Herausforderung auf uns. Mit Eurohike als erfahrenem Reiseveranstalter waren wir bereit für dieses einmalige Abenteuer.

Wir haben während einer sechstägigen Wanderung durch die wunderschönen Berglandschaften von Bayern, Tirol und Südtirol die Schönheit der Alpen auf besondere Art und Weise erlebt. Unsere Route führte uns vorbei an malerischen Almhütten und ruhigen Berglandschaften, durch beeindruckende Schluchten und über atemberaubende Hochplateaus. Diese Reise war für uns ein wunderschönes Erlebnis. In diesem Artikel möchten wir euch unsere persönlichen unvergesslichen Highlights vorstellen, die wir auf der Tour erleben durften.

Was macht die Eurohike Alpenüberquerung aus?

Die Eurohike Alpenüberquerung mit Hund besticht durch ihre individuelle und flexible Gestaltung, die es Wanderern ermöglicht, die Route in ihrem eigenen Tempo zu erkunden. Diese Freiheit ist besonders vorteilhaft, wenn man mit einem Hund reist, da sie es ermöglicht, sowohl alleine als auch in der Gemeinschaft mit anderen Wanderbegeisterten unterwegs zu sein und dabei neue Kontakte zu knüpfen und Erfahrungen auszutauschen.

Hundefreundliche Eurohike Wanderungen

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die unkomplizierte Buchung für Hunde. Auf der Eurohike-Website sind alle hundefreundlichen Touren klar gekennzeichnet mit einer Hundepfote, was die Auswahl einer geeigneten Route für den eigenen Vierbeiner erleichtert. Dabei ist es wichtig, die Eignung der Tour für den spezifischen Hund zu überprüfen, eventuell in Absprache mit einem Tierarzt.

Hundefreundliche Unterkünfte

Ein entscheidender Vorteil bei Eurohike ist die Übernahme der Unterkünfte, bei denen ausdrücklich darauf geachtet wird, dass Hunde willkommen sind. Die bisherigen Erfahrungen mit diesen Hotels waren durchweg positiv, mit einer herausragenden Gastfreundschaft und hervorragendem Service, was die Reise sowohl für Mensch als auch Hund sehr angenehm macht.

Alpenüberquerung mit Gepäcktransport

Zudem bietet Eurohike einen praktischen Gepäcktransport an, der gerade für Hundebesitzer von großem Nutzen ist, da zusätzliches Hundezubehör wie Futter, Decken und Spielzeug transportiert wird. Die Flexibilität in der Routengestaltung erlaubt es, die Länge der Tagesetappen individuell anzupassen und bei Bedarf Pausen einzulegen. Diese Anpassungsfähigkeit an die Bedürfnisse von Hund und Mensch macht die Eurohike Alpenüberquerung zu einem einzigartigen und unvergesslichen Erlebnis.

Etappen der Eurohike Alpenüberquerung im Überblick

Für die täglichen Routen der Eurohike Alpenüberquerung von Garmisch nach Meran, die bis zu fünf Stunden dauern können, wird eine solide Grundkondition und gute Ausdauer benötigt. Die Wege auf dieser Route sind abwechslungsreich und bieten qualitativ hochwertige Bergpfade, auf denen teilweise Trittsicherheit gefragt ist. Für einige Abschnitte der Strecke gibt es öffentliche Verkehrsmittel zur Verkürzung der Distanz. Im Folgenden sind alle Etappen dieser eindrucksvollen Wanderreise im Überblick dargestellt.

EtappenVonNachLänge (in km)Dauer
Etappe 1GarmischMittenwald23 km6,0 h
Etappe 2MittenwaldLeutasch14 km4,5 h
Etappe 3LeutaschLandeck14 km5,0 h
Etappe 4LandeckReschen14 km5,0 h
Etappe 5ReschenNaturns17 km5,0 h
Etappe 6NaturnsMeran19 km5,0 h
Gesamt:101 km

#1 Partnachklamm in Garmisch (Etappe 1)

Auf unserer Eurohike-Alpenüberquerung bot die Partnachklamm mit ihrem kühlen Sprühnebel eine willkommene Erfrischung an einem besonders heißen Tag auf der 1. Etappe. Der Weg führte uns entlang des tosenden Gebirgsbaches, umrahmt von Felswänden, die in der Sonne glänzten. Asta, meine Hündin, meisterte die schmalen Pfade und dunklen Tunnel mit bemerkenswertem Mut.

Die Partnachklamm, seit 1912 als Naturdenkmal geschützt, blickt auf eine reiche Geschichte zurück. Bereits im 18. Jahrhundert wagten sich Holzknechte auf den wilden Wasserweg, um Holz aus dem Reintal nach Garmisch zu transportieren – ein riskantes Unterfangen angesichts der ungebändigten Kraft des Wassers. Diese historische Bedeutung verleiht dem Ort eine beeindruckende Tiefe, während man durch die von der Natur geschaffenen Kunstwerke wandert.

#2 Schloss Elmau (Etappe 1)

Schloss Elmau begrüßte uns auf der ersten Etappe unserer Alpenwanderung mit einer Kulisse wie aus dem Märchenbuch. Zufrieden mit dem äußeren Anblick, suchten wir uns ein schattiges Plätzchen unter einem Baum. Ausruhen, Wanderschuhe ausziehen und ein gemütliches Picknick auf der großen Wiese. Während wir die Aussicht auf das luxuriöse Resort genossen, in dem die Weltpolitiker während des G7-Gipfels untergebracht waren, ließen wir unsere Gedanken schweifen. Asta ruhte sich im kühlen Gras aus und wir schmunzelten bei dem Gedanken, was die sogenannte Obama- oder Merkel-Bank wohl erzählen würde, wenn sie sprechen könnte. Ein Moment der Ruhe inmitten einer herrlichen Kulisse, reich an Geschichte und natürlicher Schönheit.

#3 Ferchensee (Etappe 1)

Das Thermometer kletterte auf 30 Grad, als wir am Ferchensee ankamen, einem der Höhepunkte unserer Wanderung. Der Anblick des idyllischen Alpensees mit seinem unerwartet weißen Sandstrand am Nordufer war eine Kulisse wie aus dem Bilderbuch. Nicht nur wir, sondern auch illustre Gäste wie Kanadas Premierminister Trudeau – so munkelt man – erfrischten sich hier.

Asta und ich ließen es uns nicht nehmen, im angenehm temperierten Wasser zu toben, unsere eigene kleine Flucht vor der Sommerhitze. Der Ferchensee, ein Relikt der letzten Eiszeit, war nicht nur eine Quelle der Erfrischung, sondern auch ein Spiegel der Natur, in dessen glasklarem Wasser sich je nach Standort die imposante Wettersteinwand oder die tiefgrünen Wälder spiegelten.

Nach dem erfrischenden Bad genossen wir eine wohlverdiente Pause im Gasthaus Ferchensee. Bei einem kühlen Radler und einer leckeren Jause ließen wir die Naturschönheiten und die Ruhe dieses Ortes auf uns wirken – ein wirklich schöner Ort, der zu Recht von Einheimischen und Gästen gleichermaßen geschätzt wird.

#4 Leutascher Geisterklamm (Etappe 2)

Auf Etappe 2 unserer Alpentour stand die Leutascher Geisterklamm auf dem Programm, doch wegen Astas Pfoten mussten wir auf den direkten Weg durch die Klamm verzichten. Die beeindruckende Konstruktion aus Metallstegen und Leitern, die Wanderern schwindelerregende Einblicke in die Schlucht ermöglicht, war für uns leider nicht passierbar. Stattdessen wählten wir den Ausweichweg, der uns über breite Forststraßen führte, fernab der schroffen Klammsteige.

Doch das Highlight unseres Tages war der kurze Umweg zur Panoramabrücke. Diese 10-minütige Abweichung erlaubte es uns, die gewaltige Kraft und Tiefe der Klamm aus sicherer Entfernung zu bewundern, ohne dabei Astas Pfoten den Metallgittern auszusetzen. Nach diesem kurzen, aber beeindruckenden Stopp setzten wir unseren Weg fort, zurück zur Staatsgrenze und hinüber zum Parkplatz Leutasch, bereichert um einen starken Eindruck der majestätischen Klamm.

#5 Schwarzer und Grüner See (Etappe 4)

Auf der vierten Etappe unserer Alpenüberquerung erreichen wir zwei Naturschönheiten auf 1.800 Metern Höhe: den Schwarzen und den Grünen See bei Nauders. Umgeben von der Stille der Bergwälder boten uns diese Seen einen atemberaubenden Anblick. Der Schwarze See liegt inmitten von Hochmooren und Schwingrasen und bietet seltenen Tier- und Pflanzenarten ein Zuhause. Seine dunkle, mit Seerosen geschmückte Wasserfläche ist ein ruhiges Refugium, da er aufgrund seines sauerstoffarmen Wassers keine Fische beherbergt.

Die Eingriffe des Menschen im 19. Jahrhundert, der das Gebiet zum Torfabbau und als Badeplatz umgestalten wollte, hat die Natur längst überwunden, so dass der See heute ein ungestörtes Naturerlebnis bietet. Ganz anders präsentiert sich der Grüne See, der mit seiner Wärme und Klarheit zum Verweilen einlädt. Hier tummeln sich Fische wie Regenbogenforellen und Karpfen in den Fluten.

Über uns erhebt sich die steile Felsflanke des Piz Lad, der den Wanderer mit seiner majestätischen Präsenz beeindruckt und uns auf unserem Weg zur Reschner Alm begleitet. Dieses Seenduo zeigte uns eindrucksvoll, wie vielfältig und widerstandsfähig die Natur in diesen Schutzgebieten ist.

#6 Reschen: Versunkener Kirchturm im Reschensee (Etappe 5)

Das Bild des einsamen Kirchturms, der aus den Wassern des Reschensees ragt, ist ein unvergesslicher Anblick auf unserer Wanderung. Der Turm, das einzige sichtbare Überbleibsel des einstigen Dorfes Alt-Graun, steht heute als stilles Mahnmal für die Dörfer, die dem Stauseeprojekt von 1950 weichen mussten. Dieses markante Relikt dient nicht nur als eine bizarre Kulisse für Fotografien, sondern auch als Erinnerung an die Gemeinschaften, die einst hier lebten.

Das heutige Reschen, ein kleiner Ort am nördlichen Ende des Sees, pulsiert vom Tourismus und ist eingebettet in eine Landschaft, die zum Wandern, Radfahren und im Winter zum Skifahren einlädt. Die Gemeinde auf 1.500 Meter Höhe lebt von der Schönheit ihrer Umgebung und der Herzlichkeit ihrer Bewohner, die sich der Landwirtschaft widmen und die Traditionen des Vinschgau hochhalten.

Während wir am Ufer des Sees entlangwanderten, begleitete uns die Etsch, die ihre Reise hier am Reschenpass beginnt und uns bis nach Meran und weiter in Richtung Adria führen würde. Der Reschensee, mit seinem versunkenen Kirchturm, ist ein Symbol der Veränderung und Beständigkeit, das den Geist der Vergangenheit mit der lebendigen Gegenwart verbindet.

#7 Sisi-Stadt Meran (Etappe 6)

Am Ende unserer Alpenwanderung entfaltete sich Meran vor uns, ein krönender Abschluss und zugleich der Auftakt für das nächste Abenteuer. Die Tappeinerpromenade, oft als “die Krone Merans” bezeichnet, bot einen nahtlosen Übergang von der alpinen zur mediterranen Welt. Dieser vier Kilometer lange, flache Weg führte uns durch eine beeindruckende Vielfalt an Pflanzen, von heimischen bis zu exotischen Arten, und gewährte uns spektakuläre Ausblicke über die Stadt.

Die Promenade, benannt nach dem Arzt und Botaniker Dr. Tappeiner, einem Sohn des Vinschgau, war gesäumt von Cafés, die zum Verweilen einluden. Wir genossen die warme Sonne und die besondere Aussicht auf die Kurstadt, die Asta und mich willkommen hieß und zugleich neugierig auf unsere nächste Route machte.

Meran selbst beeindruckte mit seinem alpin-mediterranen Charme. Die historische Altstadt, mit ihren mittelalterlichen Laubengängen und prächtigen Bauten der Belle Époque, vermittelte ein Gefühl von Eleganz und Geschichte. Diese Stadt, ein lebendiges Mosaik aus Parks, botanischen Gärten und Wasserläufen, war der perfekte Ort, um unsere Wanderung zu reflektieren und uns auf die nächste Etappe zum Gardasee vorzubereiten.

Fazit Alpenüberquerung von Garmisch nach Meran


Unsere Alpenüberquerung von Garmisch nach Meran mit Eurohike und meiner Hündin Asta war ein unvergessliches Erlebnis voller Abenteuer und Naturwunder. Die Flexibilität und Individualität der Tour, gepaart mit hundefreundlichen Unterkünften und dem praktischen Gepäcktransport, machten unsere Reise besonders komfortabel. Von der erfrischenden Partnachklamm über das märchenhafte Schloss Elmau bis hin zum malerischen Meran – jede Etappe bot einzigartige Highlights. Diese Reise zeigte eindrucksvoll, wie vielfältig und zugänglich die Alpen sind, und hinterließ tiefe Eindrücke von der Schönheit und Resilienz der Natur. Ein wahrhaftiges Wanderparadies für Mensch und Hund.

*Hinweis: Dieser Bericht ist im Rahmen einer Einladung der Eurohike -Eurofun Touristik GmbH entstanden. Unterkunft, Verpflegung und Guides hat die Eurohike -Eurofun Touristik GmbH für mich getragen. Meine Meinung, Ansichten und Tipps bleiben davon unbeeinflusst. 

Nick Wassong
Nick Wassong
Ich bin Nick Wassong und ein leidenschaftlicher Wander- und Naturfreund. Deshalb habe ich 2018 den Blog UrbanHiker.de gegründet, auf dem ich meine Erfahrungen und Tipps für Outdoor- und Wanderaktivitäten für Anfänger und Profis teile. Mir ist es ein Anliegen, meine Leser dazu zu ermutigen, die Welt zu Fuß zu erkunden, sei es in der Stadt oder in der Natur. Ich schreibe gerne über Fernwanderwege, Alpenüberquerungen und auch Ein- und Mehrtagestouren durch Deutschland, Europa und die Welt. Seit 2021 begleitet mich meine Whippet-Hündin Asta auf meinen Touren in der Natur und in den Bergen, was uns beiden unglaublich viel Freude bereitet.

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