Wandern in der Eifel – 16 Wanderrouten durch die Eifel

Wandern in der Eifel ist für mich gleichbedeutend mit Natur, Tradition, Ruhe einem abwechslungsreichen Landschaftsbild und ein ganz großes Stück Heimat. Auch wenn ich in Köln geboren und aufgewachsen bin, so kommt meine gesamte Familie aus der Eifel. Als Kind bin ich in meinen Sommerferien durch die Wälder gestreift, habe an der Ahr gespielt, habe Skifahren auf dem Schwarzen Mann gelernt und bin regelmäßig durch den Freilinger See geschwommen. Heute habe ich die Eifel als meine liebste Wanderregion wieder entdeckt und möchte euch mitnehmen auf wunderbare Wanderrouten durch die Eifel und euch ein Stück weit die Kultur der Eifel näher bringen.

Wandern in der Eifel

Die Eifel ist eine der schönsten Wandergegenden Deutschlands. Sie ist so abwechslungsreich, dass für jeden das Passende gefunden werden kann: Natur, Kunst, Kultur und Kulinarik. Einsamkeit aber auch lebhaftere Gegenden, kleine Pfade, Klettersteige, breite gut ausgebaute Wanderwege, Wege durch Feld, Wald und Flur, Wege, die den Jakobsweg berühren, Wege, die als geübter aber auch als ungeübter Wanderer beschritten werden können gleichwohl wie Wanderrouten für die ganze Familie. Allen gemein sind die gut markierten Streckenführungen sowie die atemberaubenden Aussichten, die man von zahlreichen Aussichtspunkten aus genießen kann.
Es gibt Themen-, Fern- oder auch Premiumwanderwege, Klettersteige, Halbtages- oder Tagestouren ebenso wie mehrtägige Trekkingtouren und Rundwanderwege.

Einige sind leicht zu bewältigen, so dass auch kleine Kinder mit wandern können, die meisten haben einen mittleren Schwierigkeitsgrad, wenige sind sehr anspruchsvoll. In jedem Fall sind sie gut ausgeschildert und werden gepflegt. Die Wanderrouten führen durch den Nationalpark Eifel, welcher durch die drei Ws – Wasser, Wald & Wildnis – geprägt ist. Typische Maare, Kraterseen und Schieferstollen prägen das Bild der länderübergreifenden Wanderwege in der Eifel ebenso wie wildromantische Bächlein, Flüsse und Seen, Heidelandschaft, eine artenreiche Flora und Fauna aber auch wildromantische malerische Orte mit Zeitzeugen wie Burgen oder den Römerkanal. Nicht zuletzt bin ich, ebenso wie ihr sicherlich auch, von der typischen, eher deftigen Eifeler Küche sowie den heimischen Bieren und dem regionalen Weinen begeistert.
Wandern in der Eifel ist Erholung, Ruhe und Regenerierung. Wandern in der Eifel ist aber auch sportliche Betätigung, Fitness und Aktivität mit allen Sinnen.

Fernwanderwege in der Eifel

Meine liebsten Fernwanderwege in der Eifel sind folgende:

  1. Der Eifelsteig
  2. Der AhrSteig
  3. Der Lieserpfad
  4. Die Eifelleiter
  5. Der Römerkanal-Wanderweg
  6. Der Wildnis Trail
  7. Der Osteifelweg

Themenwanderwege Eifel

Wie ich bereits mehrfach erwähnt habe, ist die Eifel DAS Wandergebiet für Jung und Alt, für Ungeübte ebenso wie für Wanderprofis, für Tagestouren, mehrtägige Wanderungen oder auch nur kleinere „Spaziergänge“. Nachdem ihr ein paar Fernwanderwege kennengelernt habt, möchte ich euch nun ein paar Themenwanderwege ans Herz legen. Was aber sind Themenwanderwege? Wie der Name schon sagt, handelt es sich dabei um Wanderwege, die sich mit einem Oberthema beschäftigen. Das können regionale Natur-Besonderheiten oder aber auch solche, die sich mit Kunst und Kultur beschäftigen, sein. In der Eifel gibt es einige Themenwanderwege.

EifelSchleifen

„EifelSchleifen“ sind Rundwanderwege in der Nordeifel. Davon gibt es mehr als genug. Wollte man alle 94 „EifelSchleifen“ erwandern, so könnte man jedes Wochenende ein bis zwei dieser Themenwanderwege in Angriff nehmen.
Die Touren reißen verschiedene Interessengebiete an, sind zwischen 4 bis etwa 22 km lang sowie unterschiedlich anspruchsvoll. Ihr habt also die Qual der Wahl zwischen kleineren Spaziergängen, „normalen“ Wanderstrecken oder anspruchsvollen Touren, bei denen beachtliche Höhenmeter zu überwinden sind. Eines jedoch haben alle „EifelSchleifen“ gemein: das blau-grüne Logo auf weißem Grund mit stilisiertem Weg, Hügel und Himmel sowie dem Namen des Weges. Ferner befindet sich häufig ein Bahnanschluss in der Nähe.

Hier eine kleine Auswahl mit Start und Ziel in Klammern sowie den wichtigsten Daten:

  • „Wo Wälder rauschen“( Blankenheim): leicht, 6,6 km, ca. 2 h Laufzeit
  • „Kronenburger See“ (Dahlem): rund um den See, leicht, 3,3 km, ca. 1 h Laufzeit
  • „Himmel un Äd“ (Zülpich): mittelschwer, 11,1 km, ca. 3 h Laufzeit
  • „Zu den Denkmälern“ (Hellenthal): mittelschwer, 8,3 km, ca. 2 h 30 min Laufzeit
  • „Von Bären und Bärlauch“ (Kall): schwer, 16 km, ca. 4 h 30 min Laufzeit

Aber auch viele, viele weitere Themenwege mit vielversprechenden Namen wie „Milchweg“, „Brotpfad“, „Von Sternen und Römern“ versprechen interessante Wanderungen zu werden. Eine vollständige Übersicht findet ihr auf Outdooractive.de.

EifelSpuren

Auch bei den „EifelSpuren“ handelt es sich um Rundwanderwege in der Nordeifel. Es existieren 18 solcher gut markierten Themenwege, die eine Länge von 3 bis hin zu sogar knapp über 40 km haben. Also Routen, die eher einen Spaziergang bis hin zu solchen, die am besten auf mehrere Etappen ausgelegt sind. Freilich sind nicht nur die Längen und damit die Wanderzeiten, sondern auch die jeweiligen Themenbereiche sowie die Schwierigkeitsgrade unterschiedlich.„EifelSpuren“ liegen mehrheitlich in der Nähe von Bahnanschlüssen, was eure An- und Abreise vereinfachen kann. Wieder einmal sorgt eine entsprechende Markierung dafür, dass ihr euren Weg nicht verfehlt: stilisierter grüner Hügel, blauer Himmel mit großem Fußabdruck auf weißem Untergrund sowie der Name der Tour. Die „EifelSpuren“ führen durch die wunderschöne Natur der Eifel inmitten eines unvergleichlichen Landschaftsbildes. Erlebt eine Reise in die Römerzeit oder taucht ab in die Geschichte des Bergbaus.

Hier exemplarisch einige „EifelSpuren“:

  • „Sonne, Mond und Sterne“ (Schleiden): leicht, 8 km, ca. 2 h Wanderzeit
  • „Auf den Spuren der Raubritter“ (Hellenthal): mittlerer Schwierigkeitsgrad, 13,7 km, ca. 4 h Laufzeit
  • „Kräuterpfad“ (Nettersheim): langer und schwieriger Weg, der am besten in mehreren Etappen gelaufen wird, 41,3 km, ca. 11h 30 min Laufzeit

Natürlich solltest du auch die anderen vielversprechenden Wege ausprobieren, die klingende Namen wie „Toskana der Eifel“, „Silberschatz“ oder „Raubritter“ tragen.Eine vollständige Übersicht ist unter https://regio.outdooractive.com/oar-nordeifel-tourismus/de/touren zu finden.

Traumpfade Eifel

Ganze 15 „Traumpfade“ – ein leichter, vier schwere sowie zehn mittelschwere – warten darauf, dass ihr euch auf den Weg macht. Sie sind Rundwege mit Längen zwischen 6,7 und 16 km. Wem das zu lang oder zu viel ist, der kann sich auch einen der „Traumpfädchen“ in der Eifel aussuchen. Während die „Traumpfade“ zertifizierte Premium-Rundwanderwege sind, die man in einem halben beziehungsweise einem ganzen Tag erwandern kann, sind die Traumpfädchen Premium-Spazierwanderwege, also kurze, leichte „Wanderungen“ von 3-7 km Länge.Die „Traumpfade“ laden zum Träumen und Entspannen ein. Sie führen durch die Osteifel und offerieren nicht nur fantastische Landschaften und atemberaubende Natur, sondern sind ebenso eine Reise in die Vergangenheit: (große) Kraterseen wie der Laacher See, einmalige geologische Formationen sowie Schlösser und Burgen zeugen von einer unverwechselbaren vulkanischen sowie kulturellen Vergangenheit.

Hier eine kleine Auswahl der komplett verschiedenen aber stets interessanten „Traumpfad“-Touren:

  • „Booser Doppelmaartour“ (Vulkanparkstation Booser Doppelmaar): leicht, familienfreundlich, 9,1 km, 2 h 40 min
  • „Höhlen- und Schluchtensteig“ (Andernach-Kell): mittlerer Schwierigkeitsgrad, 12,2 km, ca. 3 h 30 min
  • „Monrealer Ritterschlag“ (Bahnhof Monreal): schwer, 13,8 km, 5 h

Eine vollständige Übersicht findest du hier: https://www.eifel.info/wandern/top-wanderwege/traumpfade

Wanderregionen in der Eifel

Die Nordeifel ist zum Teil als Nationalpark ausgewiesen. Gleichzeitig gibt es vier Naturparks in der Eifel: die Südeifel, die Vulkaneifel, das Hohe Venn-Eifel und das Rheinland. Die Eifel ist genau richtig, um vom Alltagsstress abzuschalten, sich zu erholen sowie auf gut markierten Wanderwegen durch die Landschaft zu streifen. Charmante, traditionsbewusste Orte wie Bad Münstereifel oder Echternach laden neben kleinen idyllischen Eifeldörfchen ein, auf einer Wanderung durch die Eifel einen Zwischenstopp einzulegen. Historische Sehenswürdigkeiten wie Burgen oder Überreste aus der Römerzeit erlauben eine Zeitreise. Schluchten, Wasserfälle, verträumte Wälder, Felder, Wiesen und Heidelandschaft entführen in eine mystische Welt.

Die Eifel gliedert sich in sieben Regionen:

Das Vennvorland

Das Vennvorland liegt im Norden der Eifel und ist ein eher dicht bebauter, hügeliger Landstrich, der sich über einen Großteil der Gegend um Aachen und Stolberg aber auch stellenweise Eschweiler, Langerwehe sowie den Naturpark Hohes Venn-Eifel erstreckt. Durchzogen wird das Vennvorland von einigen interessanten Wanderwegen wie beispielsweise vom „Kaiser-Karl-Weg“ oder von der „Struffelroute“.

>> Wandern im Vennvorland

hohes Venn

Die Nordeifel

Die Nordeifel ist geografisch nicht exakt definiert, man kann aber grob sagen, dass sie sich über die nördliche Eifel ausdehnt, zu den Bundesländern Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz sowie zu Ostbelgien und damit zum deutsch-belgischen Naturpark Hohes Venn-Eifel gehört. Für Wanderer besonders interessant sind die zahlreichen Wanderrouten wie etwa der „Eifelsteig“, der „Römerkanal-Wanderweg“, der „Ahrsteig“ oder der „Moorpfad“.

>> Wandern in der Nordeifel

Die Ahreifel

Die waldreiche Ahreifel liegt in der nordöstlichen Eifel, in erster Linie am Zusammentreff Nordrhein-Westfalens mit Rheinland-Pfalz ,an den Ufern der Ahr. Mit gut begehbaren Wanderwegen wie beispielsweise der EifelSpur „Wo die Ahr entspringt“, ist sie ein beliebtes Wandergebiet.

>> Wandern in der Ahreifel

Die Osteifel

Als Osteifel wird das Eifel-Gebiet bezeichnet, das im Norden von der Ahr, im Osten vom Rhein und im Süden von der Mosel begrenzt wird. Die dortigen Erhebungen sind mehrheitlich vulkanischen Ursprungs, weshalb sich die Osteifel auch durch zahlreiche Bims- und Basaltsteinbrüche nebst Landwirtschaft definiert. Mit interessanten Wanderrouten wie dem „Osteifelweg“ oder dem „Traumpfad Bergheidenweg“ zieht sie alljährlich Wanderer in ihren Bann.

>> Wandern in der Osteifel

Die Vulkaneifel

Der wohl bekannteste Teil der Eifel ist die Vulkaneifel in Rheinland-Pfalz. Sie grenzt im Westen an die Ardennen Luxemburgs und Belgiens und hat im Osten den Rhein als Grenze. Geprägt wird sie vom Vulkanismus, der Maaren, Calderen – kesselartige Vulkanvertiefungen – und andere, den Vulkanismus betreffenden Besonderheiten, hervorbringt. Dass auch heute noch vulkanische Aktivitäten bestehen, beweisen die austretenden Gase wie etwa die im Laacher See. Ein gut ausgebautes sowie ausgezeichnet beschildertes Netz von Wanderwegen durchzieht das Gebiet. Die „Gerolsteiner Dolomiten“-Tour, der „Manderscheider Burgenstieg“ aber auch viele kleinere örtliche Wanderwege lassen das Herz eines jeden Wanderers höher schlagen.

>> Wandern in der Vulkaneifel

Die Südeifel

Der Naturpark Südeifel befindet sich um den Kreis Bitburg-Prüm herum und ist der älteste Naturpark Rheinland-Pfalz sowie der zweitälteste Deutschlands und Teil des länderverbindenden Deutsch-Luxemburgischen Naturparks. Die südlich und südöstlich an die Mosel grenzende Südeifel steht unter dem Zeichen des Schutzes und gleichzeitigem Nutzen von Natur und Landschaft. Landschaftliche Vielfalt sowie artenreiche Flora und Fauna verhelfen, dass sich immer wieder gerne Wanderer in der Südeifel aufhalten. Besonders beliebt und abenteuerlich ist der „Felsenweg 6“ mit der Teufelsschlucht.

>> Wandern in der Südeifel

Die Moseleifel

Der im Südosten der Eifel liegende Streifen linksseitig der Mosel ist als Moseleifel bekannt. Das Gebiet, das ungefähr von Trier bis beinahe zum Rhein bei Koblenz verläuft, befindet sich ausschließlich auf rheinland-pfälzischem Boden. Typisch für dieses beliebte Feriengebiet ist der Weinanbau. Zudem ist ein Großteil bewaldet. Wandern macht hier besonders viel Spaß. Einer der spektakulärsten Wanderrouten ist sicherlich der bekannte „Calmont Klettersteig“.

>> Wandern in der Moseleifel

Calmont Klettersteig

Wandern im Vennvorland

Das Vennvorland, das sich als ein Streifen südöstlich der deutschen Stadt Aachen sowie der belgischen Stadt Eupen entlang zieht und somit Teil des Deutsch-Belgischen Naturparks Venn-(Nord)Eifel ist, entpuppt sich als ideales Gebiet zum Wandern. Hier dominieren Wälder, Hügel sowie weite Wiesenflächen mit Milchkühen. Kleine malerische Dörfchen mit alten Häusern typischen regionalen Gesteins verfestigen zusätzlich den idyllischen Charakter des Vennvorlandes. Im Mittelalter blühte das Geschäft der Töpferei, die Raerener Töpfermeister waren in beinahe aller Welt berühmt. Das und noch viel mehr kann man beim Wandern durch das Vennvorland entdecken, kennen- und lieben lernen.

Die Struffeltroute

Die „Struffelroute“ ist ein Rundwanderweg von rund 10 km nahe des Ortes Roetgen in Nordrhein-Westfalen. Start- und Zielort ist der Parkplatz Filterwerk Roetgen. Beim Gang dieser eher leichten, familienfreundlichen Wanderung ist mit einer reinen Laufzeit von ungefähr 3 h zu rechnen, wobei eine Höhendifferenz von 246 m besteht. Der Weg ist mittels einem grünen Schild gut markiert.
Ihren Namen hat die Route von dem rund 450 m hohen, unbewaldeten Struffelkopf zwischen Rott und Roetgen. In früheren Karten wurde er als „Heidegebiet“, welches von Wald umgeben ist, bezeichnet. In der Region sind zahlreiche seltene Tier- und Pflanzenarten beheimatet. Auf eurer Wanderung werdet ihr mit etwas Glück das ein oder andere hier lebende Wildtier beobachten können. Auf jeden Fall trefft ihr auf das typische Pfeifengras, welches in früheren Zeiten als Pfeifenputzer benutzt wurde.

Die Tour führt entlang der Dreilägerbachtalsperre, auf deren Staumauer man von der Aussichtsplattform einen besonders schönen Blick genießt. Ein großer Teil des Wanderweges besteht aus Holzstegen, die zum einen dafür sorgen, dass das kostbare Hochmoor mit seinen Pflanzen nicht zertreten wird, und zum anderen dazu gut ist, dass ihr beim Durchqueren keine nassen Füße bekommt. Aber Achtung: Bei starkem Regen kann es glitschig werden!
Entlang der Route sind viele Tafeln angebracht, die dem Wanderer die Besonderheiten der Landschaft erklären.

Start:Parkplatz Filterwerk Roetgen
Ziel:Parkplatz Filterwerk Roetgen
Gesamtstrecke:10 km
Aufstieg:206 m
Abstieg:206 m
Schwierigkeitsgrad:leicht
Besonderheit: Partnerweg des Eifelsteigs und familienfreundlich
An-/Abreise:Auto: A4 in Richtung Aachen/ B258 / L238 bis Roetgen

ÖPNV:
von Aachen Rothe Erde mit dem Bus 66 nach Roetgen.
Komoot LogoStruffeltroute auf Komoot
Weitere Infos & Links:Infos zur Struffeltroute

Von Roetgen ins Hohe Venn

Die Wanderung von Roetgen ins Hohe Venn ist ein grenzüberschreitender Rundwanderweg, der von der deutschen Gemeinde Roetgen in Nordrhein-Westfalen ausgehend ins belgische Hohe Venn – französisch Hautes Fagnes – zur einstigen Siedlung Reinartzhof, entlang romantischer Vennbächlein, durchs Hochmoor und wieder zurück zum Ausgangspunkt führt. Dieser beliebte, mittelschwere Eifelrundwanderweg entspricht bei einer reinen Laufzeit von etwa 4 h einer Länge von knapp 15 km. Dabei sind lediglich 251 Hm zu überwinden.

Die Tour ist sehr abwechslungsreich und führt fast ausschließlich durch Natur. Einkehrmöglichkeiten gibt es keine, so dass Verpflegung mitzunehmen ist. Zwar geht es teils auf Asphaltwegen vorwärts, doch ein großer Teil der Tour besteht aus beinahe abenteuerlichen Pfaden wie typischen Holzstegen und -brücken, die bei Nässe schon mal ziemlich glitschig sein können.

Fazit: Festes Schuhwerk ist in jedem Fall angesagt.
Neben bereits mehrfach erwähnten Bächen und Holzstegen, sind die Highlights der Tour Wiesen mit Wildblumen, Birken-, Buchen- und Eichenwälder, schöne Aussichtspunkte und mit etwas Glück der Anblick eines Wildes.

Start:Parkplatz Filterwerk Roetgen
Ziel:Parkplatz Filterwerk Roetgen
Gesamtstrecke:14,7 km
Aufstieg:206 m
Abstieg:206 m
Schwierigkeitsgrad:leicht
Besonderheit: Familienfreundlich
An-/Abreise:Auto: A4 in Richtung Aachen/ B258 / L238 bis Roetgen

ÖPNV:
von Aachen Rothe Erde mit dem Bus 66 nach Roetgen.
Komoot LogoRoetgen ins Hohe Venn auf Komoot

Der Kaiser-Karl-Weg

Der „Kaiser-Karl-Weg“ ist ein Rundweg, der im nordrhein-westfälischen Konzen, einem Stadtteil von Monschau, nahe der belgischen Grenze, startet. Von hier aus hat der Weg unterschiedliche Varianten. Sucht euch eine aus: der roten Markierung folgend, sind es etwa 8,7 km, die mittlere Variante – grün gekennzeichnet – misst rund 7,5 km; zudem gibt es noch zwei kurze Touren, die 5 km (blau) beziehungsweise 4 km (gelb) lang sind. Je nach Kondition sind die Wege als leicht bis höchstens mittelschwer einzustufen. Alle hängen zusammen, können jedoch auch beliebig einzeln erwandert werden und besitzen ein gemeinsames Thema: Kaiser Karl der Große.

Verschiedene Informations- und Aktionstafeln begleiten euren deutsch-belgischen Wanderweg ebenso wie das Konzener Dorfwappen Karls des Großen. Im Prinzip ist es eine lehrreiche und interessante Wanderung für Familien. Man „erläuft“ sich eine wunderschöne Landschaft und erfährt viel über die Geschichte der Region rund um den einstigen Kaiser, der sich häufig in Aachen aufhielt, seiner Leidenschaft des Jagens in den umliegenden Wäldern nachging und in Aachen verstarb.

Der „Kaiser-Karl-Weg“ führt durch das ehemalige Jagdrevier des Kaisers und lässt euch an Aussichtspunkten das fantastische Panorama genießen. Erfreuen könnt ihr euch an Wildblumenwiesen und am Anblick so manchen Wildes. Highlight ist die „Kaiser-Karls-Bettstatt“, heute ein Picknickplatz, in der Nähe der deutsch-belgischen Grenze am Hohen Venn, nahe des Ortes Mützenich. Der Sage nach soll sich Karl der Große einst beim Jagen in den hiesigen Wäldern verirrt haben und gezwungen gewesen sein, hier auf einem großen Quarzitfelsen zu übernachten.

Start:Wanderparklplatz Konzen Kirche
Ziel:Wanderparklplatz Konzen Kirche
Gesamtstrecke:14,7 km
Aufstieg:206 m
Abstieg:206 m
Schwierigkeitsgrad:leicht
Besonderheit: Familienfreundlich, Barrierefrei und Infos auf eifel.info
An-/Abreise:Auto: A1 in Richtung Schleiden / B266 bis Parkplatz Kirche Dreiborn

ÖPNV:
Von Gemünd fährt Bus 831 nach Schleiden Dreiborn Kirche
Komoot LogoKaiser-Karl-Weg auf Komoot

Wandern in der Nordeifel

„Nordeifel“ ist kein geografisch exakter Begriff, im Allgemeinen jedoch versteht man darunter den nördlichen Teil der Eifel, der in den Bundesländern Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen liegt sowie unser Nachbarland Ostbelgien betrifft. Damit eingeschlossen ist der deutsch-belgische Naturpark Hohes Venn-Eifel, ein bei Wanderern besonders beliebtes Gebiet mit zahlreichen offiziellen, gut ausgebauten Wanderrouten, dass sowohl die Natur als auch die Kultur in den Vordergrund stellt. Dabei gibt es nicht nur wunderschöne kurze, Halbtages- oder Tageswanderungen sondern auch mehrtägige Trekking-Touren, wo ihr ganz legal auf einsamen Plätzen unterm Sternenzelt mit oder ohne Stoffzelt schlafen könnt. Keiner dieser Plätze kann übrigens mit einem motorisierten Fahrzeug angefahren werden.

Eifel-Trekking durch die Nordeifel

Das „Eifel-Trekking durch die Nordeifel“ ist etwas für richtig naturverbundene Menschen. Bepackt mit Proviant, Schlafsack und Zelt geht’s los. Auf einem der abgelegenen Naturlagerplätze könnt ihr dann nach der Wanderung eure Schlafstatt aufschlagen und alleine mit der Natur, lediglich beäugt von Mond und Sternen, vom Alltag abschalten. Übrigens besitzt jeder Platz eine Komposttoilette sowie eine Plattform für bis zu zwei Zelten. Mit einem Online-Tourenplaner könnt ihr dieses einmalige Abenteuer für 10 € pro Zelt unter trekking-eifel.de planen und buchen. Damit die Plätze nicht dem Vandalismus anheimfallen, erhaltet ihr erst nach der Buchungsbestätigung eine genaue Ortsangabe.

Die recht anspruchsvolle Eifel-Trekking-Tour zieht sich normalerweise über 3-4 Tage beziehungsweise Nächte hin. Dabei werden beinahe 70 km zurückgelegt, für die ihr bei normaler Geschwindigkeit 19-20 h Laufzeit benötigt. Theoretisch sollte man geübt sein und ausreichend Kondition mitbringen, auf jeden Fall aber die Liebe zur Natur und zur Einsamkeit. Wem die komplette Tour zu viel sein sollt, der kann – beispielsweise auf der ersten Etappe – mithilfe des Öffentlichen Nahverkehrs die Strecke abkürzen.

Eifel-Trekking im Nationalpark Eifel 1

Die Trekking-Tour geht durch den Naturpark Hohes Venn-Eifel, womit ihr Landschaftsformationen der Nordeifel kennenlernt. Mehrheitlich führt euer Weg abseits der „Zivilisation“, also abseits von Dörfern und Städten. Ihr streift Flusstäler, durchquert bucklige Weidelandschaften, durchdringt Wälder mit uralten Bäumen und wandert über eine typische Waldsteppenlandschaft.
Am anstrengendsten ist die erste Etappe, für die man etwa 8 h unterwegs ist. Zunächst geht es auf den Spuren der Vergangenheit entlang des alten „Römer-Kanal-Wanderweges“. Im weiteren Verlauf beschreitet ihr einen Teil des insgesamt 313 km langen „Eifelsteigs“, der euch geheime Aussichtspunkte, verschlungene Pfade auf so manchem historischen Boden offeriert. Am zweiten Tag geht‘s Richtung „Vogelsang“, einem einstigen Truppenübungsplatz mit Nationalpark-Informationszentrum, und durch eine interessante, teils wilde Natur. Der nächste Abschnitt steht im Zeichen des Wassers: der Urftsee mit seiner großen Staumauer. Ein Anstieg auf den etwa 528 m hohen Bergrücken Kermeter erfordert abschließend noch einmal etwas Kondition. Belohnt werdet ihr mit einer schönen Aussicht.

Start:Nettersheim
Ziel:
Gesamtstrecke:70 km
Aufstieg:1.616 m
Abstieg:1.729 m
Schwierigkeitsgrad:schwer
Besonderheit: Buchung auf trekking-eifel.de
An-/Abreise:Auto: A1 in Richtung Nettersheim
OutdooractiveTrekking-Tour auf Outdooractive

Die EifelSchleife „Moorpfad Dahlem“

Die EifelSchleife „Moorpfad“ ist eine der 94 EifelSchleifen und als Rundwanderweg angelegt, der in der Gemeinde Dahlem in der Nordeifel sowohl beginnt als auch endet.
Die Tour ist mit lediglich 126 Hm eher eine Wanderung mittleren Schwierigkeitsgrades. Sie erstreckt sich lediglich über fast 9 km und hat eine reine Laufzeit von ungefähr 2 h 30 min.
Asphaltierte Wege, Wiesenwege aber auch schmale Pfade und breite Forstwege gilt es auf der Wanderung zu beschreiten. Festes Schuhwerk ist wichtig. Ihr wandert durch dichten Wald, kommt am ehemaligen Grenzstein von Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz vorbei – dem Vierherrenstein – und durchquert vorwiegend auf Holzbohlen das Moorgebiet „Wasserdell“. Letzteres besteht aus Torfmoosbeständen, Heidemoorflächen sowie so genannten Faulbaumgebüschen.

Südlich davon entstand aus einer Anstauung des Moorbaches eine Wasserfläche, die heute bei Bedarf als Löschteich fungiert. Das komplette Gebiet ist der ideale Lebensraum für Flora und Fauna sowie für Wanderer, die mit der Natur umzugehen wissen und sie in vollen Zügen genießen können. Etliche Informationstafeln sorgen für den notwendigen Background, das Plätschern des Baches, der Duft der Pflanzen sowie das Zwitschern der Vögel für Ruhe und Entspannung.

Die EifelSchleife „Wacholderheide“

Ein bisschen Toskana in der Eifel gefällig? Dann seid ihr auf der EifelSchleife „Wacholderheide“ goldrichtig. Während in der italienischen Toskana zahlreiche Zypressen zu finden sind, gibt es hier in der Eifel auf unserer EifelSchleife „Wacholderheide“ zahlreiche Zypressen des Nordens, wie der Wacholder auch genannt wird. Der Name kommt übrigens nicht von Ungefähr, handelt es sich doch beim Wacholder um ein Zypressengewächs. Bereits im Altertum wurde die Wacholder-Pflanze als Heil- und Würzpflanze verwendet. Im Mittelalter glaubte man gar, wenn man die Pflanze räuchert, dass damit Hexen, Dämone und Krankheiten vertrieben werden können. Heute findet der Wacholder seinen Platz in der Heilkunde sowie in der Küche. Mit diesem Wissen könnt ihr den würzigen Duft, der euch bei der Wanderung durch die Wacholderheide begleitet, bestimmt intensiver genießen.

An der 1701 erbauten Antoniuskapelle, die zur Gemeinde Blankenheim gehört und auf einer kleinen Anhöhe zwischen Dollendorf und Schloßthal steht, solltet ihr nicht achtlos vorübergehen.
Viele Eindrücke inklusive des Anblicks der typischen Hügellandschaft erwarten den Wanderer auf diesem rund 10 km langen Rundwanderweg der Sinne, der auf dem Gebiet der Gemeinde Blankenheim beginnt und hier auch wieder endet. Die reine Laufzeit liegt bei etwa 3 h.

Die EifelSchleife „Ahekapelle“

Start und Ziel der EifelSchleife „Ahekapelle“ ist das Naturzentrum Nettersheim im Südwesten Nordrhein-Westfalens. Hier könnt ihr dann auch gleich erst einmal zu Beginn ausreichend Informationen über die Geschichte sowie die Flora und Fauna der Region sammeln.
Interessant ist, dass Nettersheim in der einstigen „Eifler Meeresstraße“ liegt, was bedeutet, dass hier, wo ihr vielleicht gerade steht, vor etwa 380 Millionen Jahren ein Korallenmeer war. Auf dem „Fossilienacker“ kann man übrigens ganz legal nach Fossilien suchen.

Doch zurück zur etwa zweieinhalbstündigen Rundwandertour. Dabei geht’s durch das Naturschutzgebiet Genfbachtal, ihr überquert den gleichnamigen Genfbach und seid schon bald an der Kapelle zum heiligen Bischof Servatius, die im Volksmund nur „Ahekapelle“ genannt wird.
Apropos: Ihr befindet euch auch ein Stück auf dem Jakobsweg. Auf dem Rückweg der insgesamt 9 km langen Strecke kommt man noch an einem interessanten Arboretum vorbei.
Diese leichte Wanderung entlang der EifelSchleife „Ahekapelle“ ist ideal, um die typische Flora und Fauna der Nordeifel sowie Ruhe und Stille zu genießen.

Wandern in der Ahreifel

Die Ahreifel befindet sich in der nordöstlichen Eifel, beidseitig der Nordrhein-Westfalen-Rheinland-Pfalz-Grenze. Sie ist ein beliebtes Wandergebiet, relativ flach – daher auch gut für Familien mit kleineren Kindern geeignet – sowie sehr waldreich. Die namengebende Ahr ist das Hauptgewässer dieser Region. Aber nicht nur für Familienausflüge, auch für Wander-Profis ist das kleinste Rhein-Seitental mit seinen Wiesenpfaden, den Hochflächen, Waldwegen sowie schmalen Felssteigen geeignet. Zu entdecken gibt es neben fantastischer Natur einige Natur- und Kulturdenkmäler. Auch fürs Kulinarische ist gesorgt, nicht nur auf dem Rotweinwanderweg…

Die EifelSpur „Wo die Ahr entspringt“

Rund 5 h reine Laufzeit müsst ihr für die mittelschwere, nahezu 16 km lange Strecke der EifelSpur „Wo die Ahr entspringt“ einrechnen. Start und Ziel ist jeweils der wunderschöne Ort Blankenheim. Genauer gesagt an einem ziemlich spektakulären Ort im Ort, nämlich da wo die Ahr entspringt: im Keller eines Fachwerkhauses aus dem Jahre 1726 am Curtis-Schulten-Platz.
Wenn ihr wollt, könnt ihr die Ahrquelle in der von außen einsehbaren Brunnenstube beim Sprudeln beobachten. Wo hat man so etwas sonst noch? Eine Quelle im Keller… Und wenn ihr schon mal in Blankenheim seid, solltet ihr auch noch den ein oder anderen Blick auf die wunderschön renovierten Fachwerkbauten werfen und die Burg besichtigen. Doch dann solltet ihr euch auf die Socken, besser auf die Wanderschuhe, machen.

Der EifelSpur-Rundwanderweg „Wo die Ahr entspringt“ wartet mit einer abwechslungsreichen Natur, duftenden Wildkräuterwiesen, satten Weideflächen und dichtem Wald auf euch. Der Weg führt durch steile Hanglagen und auf Höhenzüge mit fantastischen Aussichten bei einem streckenweisen Auf und Ab. Dabei geht’s stellenweise auf dem „Eifel-„ und dem „AhrSteig“ sowie auf dem „Brotpfad“ entlang.
Die Ahr und weitere Nebenbächlein sind häufig in Sicht- oder zumindest in Hörweite. Ihr beschreitet selten geteerte Straßen, vielmehr berühren eure Wanderschuhe schmale Pfade, Feld- und Waldwege.

Eifelschleife Freilinger See

Los geht’s, zur leicht bis mittelschwer empfundenen – je nach Kondition – EifelSchleife „Freilinger See“. Bei einer reinen Laufzeit von etwa 2 h 30 min schafft ihr diesen weniger als 10 km langen Rundwanderweg spielend. Die Tour beginnt und endet an der K41 in Freilingen am gleichnamigen See. Zunächst begebt ihr euch Richtung Nordwesten und kommt durch den kleinen Ort Reetz, einem Ortsteil von Blankenheim. Mein Tipp: Schaut euch dort die alte romanische Feldsteinkirche an. Von nun an geht‘s nur noch durch Feld, Wald und Flur, bis wir wieder an den seit 1976 existierenden Stausee des Weilerbachs, den Freilinger See gelangen. Dieser wird nun fast vollständig umwandert, um am Ausgangspunkt wieder anzugelangen.

Wenn ihr früh genug losgewandert seid und das Wetter mitspielt, stehen jetzt noch ein paar Stunden zur Verfügung, um die Liegewiese am See zum Ausruhen oder den See selber zum Baden oder Wassersport zu betreiben zu genießen – allerdings habt ihr wohl kaum die Surfbretter im Rucksack, aber vielleicht im Auto am Parkplatz!? Solltet ihr einen Hund dabei haben, so ist es gut zu wissen, dass es am See einen abgegrenzten Hundestrand gibt. Wer hier gar übernachten möchte, findet am südlichen Ende des Sees einen Campingplatz

Wandern in der Osteifel

Die Osteifel befindet sich im nördlichen Rheinland-Pfalz und findet ihre Abgrenzung in erster Linie durch die Flüsse Ahr, Rhein und Mosel. Die wichtigsten größeren Orte sind Mayen, Polch, Burgbrohl sowie Mendig. Das wohl bekannteste Gewässer neben den eben genannten drei Flüssen ist der Laacher See, an dessen Ufer sich das Benediktinerkloster Maria Laach befindet. Der höchste Berg der Osteifel ist der Hochsimmer mit 588 m, der in der Nähe des romantischen Eifelortes Mayen liegt.

Landschaftlich ist die Osteifel wie folgt aufgeteilt: Im Osten herrscht eine relativ starke Bevölkerungsdichte und der Teil ist stark von Landwirtschaft geprägt, westlich nimmt die Bevölkerungsdichte ab und das Landschaftsbild wird hauptsächlich von Wald geprägt. Am Rand der Osteifel befinden sich bekannte große Städte wie beispielsweise Koblenz, Andernach oder Bad Neuenahr-Ahrweiler. Die Erhebungen der Osteifel sind mehrheitlich vulkanischen Ursprungs. Daher gibt es hier auch zahlreiche Bims- und Basaltsteinbrüche sowie viel Landwirtschaft, da der Boden sehr fruchtbar ist.

Wer in der Osteifel auf einem der zahlreichen gut markierten Wanderwegen die Landschaft erkunden möchte, ist gut beraten, dies zu tun. Zahlreiche Highlights landschaftlicher, kultureller sowie historischer Art sind dabei stete Begleiter.

Der Eifel-Traumpfad „Bergheidenweg“

Der rund 10 km lange Eifel-Traumpfad „Bergheidenweg“ ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Traumpfad, besonders im August und September, wenn die Heide in voller Blüte steht. Bei dieser Tour handelt es sich um einen Rundweg, dessen Angangs- und Endpunkt der Parkplatz an der Wintersportanlage nahe des Ortes Arft ist. Der Weg ist mittleren Schwierigkeitsgrades und ihr solltet etwa 3 h Gehzeit einplanen. Je nach Jahreszeit verbreitet der Traumpfad vor allem im Sommer mit seinen Kieferhainen und Wacholderheiden ein beinahe südländisches Flair. Wenn es sehr nass ist, kann es schon mal vorkommen, dass einige Wege unpassierbar sind, vor allem die Trittsteine über die Nette.

Bergheidenweg in der Osteifel im Winter2

Der Bergheidenweg führt durch offene Heidelandschaft ins Naturschutzgebiet Heidbüchel, das mit rund 600 Hm fantastische Ausblicke gewährt. Ferner geht es entlang des kleinen linksrheinischen Flusses Nette. Danach bietet das Selbachtal den Mittelpunkt der Tour. Dieses ist besonders beeindruckend, da ihr hier auf bemerkenswerte Klippen stoßt, die dem Tal ein schluchtartiges Aussehen verleihen. Danach geht‘s durch Wald und übers Felder. Ihr kommt nun zum Naturschutzgebiet Dr.-Heinrich-Menke-Park und vorbei am Konrad-Adenauer-Gedenkstein, um abschließend noch die höchste Erhebung der Eifel zu umrunden, den 666 m hohen Raßberg, und zurück zum Ausgangsort zu gehen. Übrigens: Wer die Wacholderheide noch mehr genießen möchte, nimmt zusätzlich die Verbindung zum Traumpfad „Wacholderweg“.

Wandern in der Vulkaneifel

Die meisten Menschen verbinden mit dem Begriff „Eifel“ Vulkane, und so ist auch die rheinland-pfälzische Vulkaneifel einer der bekanntesten Teile der Eifel. Geographisch betrachtet grenzt die Vulkaneifel im Westen an die Ardennen Belgiens und Luxemburgs, zudem bildet der Rhein im Osten die Grenze. Maare, kesselartige Vulkanvertiefungen, die sogenannten Calderen, und weitere vulkanische Besonderheiten dominieren in diesem bei Wanderern beliebten Gebiet. Übrigens bestehen auch heute noch vulkanische Aktivitäten, wie die im Laacher See austretenden Gase beweisen.

Die Gerolsteiner Dolomiten–Acht, der „Keltenpfad“ („Vulkaneifel Pfad“)

Eigentlich treten sie im 16 km langen Duo auf, die „Gerolsteiner Dolomiten-Acht“, bei denen es sich um zwei Premiumwanderrouten: den „Keltenpfad“ sowie den „Gerolsteiner Felsenpfad“ handelt, die beide den Stadtpark des Ortes Gerolstein als Start- und Zielpunkt haben und deren gemeinsamer Wanderweg die Form einer stilisierten Acht hat. Ich möchte euch heute die Halbtagestour, den „Keltenpfad“, vorstellen. Der beinahe 9 km lange „Keltenpfad“ kann als mittelschwerer Weg mit einer reinen Laufzeit von etwa 2 h 30 min erwandert werden. Die Route führt zunächst aus der Stadt raus und dann hauptsächlich über naturbelassene Wege.
Zunächst jedoch geht es erst einmal von der Helenenquelle im Stadtpark Gerolsteins aus zum Altstadtparkplatz, um insgesamt etwa 100 Steinstufen durch den einstigen Rosengarten bis zur Ruine Löwenburg zu erklimmen. Dort könnt ihr den fantastischen Blick über Gerolstein und das Kylltal genießen und das erste Mal verschnaufen.

Ruine Löwenburg

Allmählich lässt der „Keltenpfad“ die Stadt hinter sich und widmet sich der Natur. Es geht zum über 506 m hohen Heiligenstein und zum knapp 617 m hohen vulkanischen Kegelberg Dietzenley. Am Dietzenley darf man noch einmal weiter hoch hinaus: auf den 8 m hohen Aussichtsturm. Die Strapaze lohnt sich, denn ein großartiges Panorama erwartet euch hier oben. Der Rückweg führt über die Büschkapelle sowie den Waldlehrpfad. Besondere Highlights auf dem „Keltenpfad“ sind neben der Löwenruine noch der mögliche Besuch des Naturkundemuseums in Gerolstein sowie die Dolomitenfelsen am Heiligenstein. Generell ist gutes Schuhwerk erforderlich, bei Nässe jedoch ist oberste Vorsicht geboten, da die Stufen zur Burgruine Löwenburg recht rutschig sein können. Wer den Aussichtsturm auf der Dietzenley besteigt, sollte schwindelfrei sein.

Der Manderscheider Burgenstieg

Der mittelschwere „Manderscheider Burgenstieg mit Rittersteig“ gehört zu den Vulkaneifel-Pfaden und ist mit 5-6 km Länge eine Art Zeitreise ins Mittelalter rund um das charmante Eifelstädtchen Manderscheid gepaart mit vulkanischer Schönheit. Die reine Gehzeit beträgt etwa 2 h 30 min, jedoch solltet ihr wesentlich mehr Zeit einplanen, um die vielen historischen Sehenswürdigkeiten betrachten sowie die wunderschönen Blicke genießen zu können. Der Wanderweg ist ein Partnerweg des „Eifelsteigs“ und beginnt beziehungsweise endet am Kurhaus der Stadt Manderscheid. Folgt einfach dem Logo, dann könnt ihr euch nicht verlaufen. Es stellt zwei Ovale – ein blaues über einem grünen – auf einem gelben Untergrund dar. Darüber steht mit grünen Buchstaben der Schriftzug „Vulkaneifel-Pfade“ und darunter „Manderscheider Burgenstieg“.
Zunächst müsst ihr etwas durch den Ort durch, um anschließend hinab ins romantische Liesertal und später wieder zurück zu gehen.

Burg Manderscheid

Sehenswerte Höhepunkte der Wanderroute sind unter anderem die beiden aus dem 10. beziehungsweise 12. Jahrhundert stammenden Burgen Ober- und Niederburg, der Eifelblick Belvédère mit einem fantastischen Blick und das aus dem Jahre 1888 stammende, auf einem Felsen thronende Kaisertempelchen. Wer mag, kann sich in Manderscheid noch das Heimat- und Maarmuseum sowie die Wachsmanufaktur Moll ansehen, beide sehr sehenswert.

Wandern in der Südeifel

Wer im Naturpark Südeifel wandern gehen möchte, der kann das im ältesten Naturpark von Rheinland-Pfalz um den Kreis Bitburg-Prüm herum auf etlichen offiziellen Wanderwegen genießen. Dabei stehen hier im deutsch-luxemburgischen, länderverbindenden Naturpark in erster Linie sowohl der Schutz als auch der Nutzen von Landwirtschaft und Natur ganz oben auf der Agenda. Also alles ganz im Sinne der naturverbundenden Wanderer. Und so wundert es auch nicht, dass die Artenvielfalt von Flora und Fauna in der Südeifel nicht nur auf euren Wegen in vollen Zügen genossen werden kann, sondern dass sich diese auch immer mehr erholt und ausbreitet.

Wanderweg Nr. 22 – Der Naturpark Südeifel

Der rund 17 km lange, mittelschwere „Wanderweg Nr. 22“ im Naturpark Südeifel beginnt und endet in Wissmannsdorf. Für diesen durch das malerische Echtersbachtal sowie den wunderschönen Hangwald Hammer Büsch führenden Rundwanderweg benötigt ihr etwa 5 h und bekommt dabei sehr viel zu sehen. Einer der schönsten Anblicke ist sicherlich der Blick auf das märchenhafte Schloss Hamm von einem Rastplatz im Hammer Büsch aus.
Lasst euch verzaubern von dem Rauschen des euch begleitenden Echtersbachs, vom Gewässerlehrpfad im Echtersbachtal sowie von Schloss Hamm, einer Wehranlage aus dem 14. Jahrhundert, die heute die größte Burg der Eifel ist, die noch privat bewohnt wird.

Dicke Polster aus Moos, Sandstein, Schiefergestein sowie Farne werden eure Aufmerksamkeit wahrscheinlich ebenso anziehen wie die zahlreichen Streuobstbäume – die besonders schön während ihrer Blüte sind – und der Duft der Wildkräuter, die euren Weg säumen. Der „Wanderweg Nr. 22“ lässt euch einige Höhenmeter auf Serpentinen überwinden, Feldwege beschreiten, Wald und Waldlichtung erleben, über Wiesen gehen, eine längere Strecke am Stausee laufen sowie eine Wanderbrücke überschreiten. Dabei könnt ihr euch getrost den Markierungen anvertrauen, die als große rote 22 vielerorts zu finden sind. Wer Zeit und Muße verspürt, macht Halt am Bitburger Stausee, der zu etlichen Freizeitaktivitäten sowie zum guten Essen inklusive einheimischem Bier einlädt. Auch der Besuch der südlich des Sees gelegenen Kapelle „Einsiedelei“ mit Kreuzweg ist empfehlenswert.

Felsenweg 6 – Die Teufelsschlucht

Der unbeschreiblich schöne Wanderweg „Felsenweg 6-Teufelsschlucht“ befindet sich in der Nähe der Ortschaft Irrel, nicht weit von der Luxemburgischen Grenze. Start und Ziel ist der Wanderparkplatz Felsenweiher bei Ernzen. Für die etwas mehr als 17 km lange Wanderung mit reiner Laufzeit von 4 h 30 min solltet ihr mehr Zeit einplanen, denn diese atemberaubende, märchenhafte Landschaft ist es wert, mehrere Pausen einzulegen und innezuhalten. Nicht umsonst wurde dieser Premiumwanderweg im „NaturWanderPark delux“ als Deutschlands schönster Wanderweg 2021 nominiert. Eigentlich kann man ihn nicht beschreiben, man muss ihn einfach selber erlebt haben. Wer das nahegelegene Mullerthal in Luxemburg kennt, weiß, dass der „Felsenweg 6“ durchaus mit den dortigen Wanderwegen mithalten kann.

Die Wanderung ist eine Mischung aus Geschichte, Natur und Geologie, eine Wanderung durch eine verzauberte Welt, in der man nur darauf wartet, Feen und anderen mystischen Wesen zu begegnen. Vor Jahrmillionen lag dieses Gebiet unter dem Meeresspiegel, die imposanten, teils 30 m hohen Felswände und Felsspalten, die ihr auf eurer Wanderung kennenlernt, sind Zeitzeugen davon. Der „Felsenweg 6-Teufelsschlucht“ führt durch ein waldreiches Gebiet mit Schluchten, Felsen Bächen, Grotten, Stegen, Treppen, schmalen Pfaden und noch schmäleren Felsdurchlässen. Er bietet ein wahres Wanderabenteuer. Festes Schuhwerk ist unbedingt angesagt, ebenso solltet ihr selbst im Sommer eine Jacke oder einen warmen Pullover dabeihaben, denn zwischen den Felsen ist es recht kühl. Highlights dieser Wanderung sind die auf einer Felskante thronende Liboriuskapelle und die Felsenklause, von wo aus man einen fantastischen Blick auf das Sauertal und die luxemburgische Stadt Echternach genießen kann, der bizarre Felsenweiher sowie natürlich die der Wanderung ihren Namen gebende Teufelsschlucht. Letztere ist eine 28 m tiefe Schlucht, durch die ihr geht, wobei die engste Stelle nur einen Meter breit ist. Echt teuflisch schön!
Auch wenn das Gebiet so bizarr und irrgartenmäßig aussieht, verlaufen kann man sich nicht, denn alle Wege sind gut markiert.
Solltet ihr noch Zeit haben, müsst ihr unbedingt das Naturparkzentrum besuchen. Nicht nur für Kinder ist auch der angrenzende Dinosaurierpark interessant. Ebenfalls empfehlenswert sind die nördlich der Route gelegenen Irreler Wasserfälle.

Wandern in der Moseleifel

Linksseitig der Mosel liegt im Südosten der Eifel die Moseleifel. Es handelt sich dabei um einen Streifen, der sich etwa von Trier bis fast zum Rhein bei Koblenz zieht. Die Moseleifel ist ein ideales Wandergebiet, durch das mehrere interessante offizielle Wanderwege führen. Dabei geht‘s hauptsächlich durch Wald und Weinanbaugebiet, häufig verbunden mit Blick auf die Mosel.

Eifel-Traumpfad Nette-Schieferpfad

Ziel und Zart für den Eifel-Traumpfad „Nette-Schieferpfad“ ist der Dorfplatz in Trimbs bei Polch. Von dort aus geht’s zur rund 9 km langen Tour mittleren Schwierigkeitsgrades über meist schmalen Pfaden durch die malerische Nette-Flusslandschaft, wobei lediglich 300 Hm zu überwinden sind. Ihr müsst mit rund 3 h 30 min reiner Laufzeit rechnen. Die Wege sind gut markiert und der etwas abenteuerliche Traumpfad „Nette-Schieferpfad“ macht seinem Namen alle Ehre: traumhaft schön, „nettes“ kleines Flüsschen Nette und viel Schiefer…
Ziemlich zu Anfang teilt der Wanderweg: in die normale Variante oder in die „für geübte Wanderer“, wie dort zu lesen ist, ein Alternativweg. Wenn ihr es euch zutraut, nehmt den „Geübten-Weg“, es lohnt sich! Der Alternativweg ist schmal und ein wenig steiler, aber durchaus machbar, wie ich meine. Wenn ihr euch nicht für diesen Weg entscheidet, kommen wir auf jeden Fall nach rund 500 m wieder auf dem eigentlichen Traumpfad zusammen.

Wenig später gelangt man zur Nette, derem Lauf der Weg nun folgt. An einigen Stellen könnte man sich – wenn die Temperaturen stimmen – ins kühle Nass wagen. Mit einem Wasserfall, an dessen oberen Teil ihr euch ausruhen und im unteren Teil sogar baden könnt, kann das Flüsschen punkten. Das nächste Highlight ist, nachdem man sich vom Flüsschen entfernt hat, ein kühler, beleuchteter, rund 250 m langer einstiger Eisenbahntunnel, den wir passieren müssen. Zum Schluss geht’s durch Wald und Feld sowie an einem Mühlrad vorbei zum Ziel.
Alles in allem beeindruckt der Wanderweg durch die herrlichen Aussichten – wie etwa den Blick auf das imposante Nette-Viadukt vom Burberg aus –, die Felsformationen und die schroffen Schieferklippen. Einige Informationstafeln geben Auskunft über so allerlei Interessantes.

Der Calmont Klettersteig

Eine sehr beliebte, daher auch gerade an den Wochenenden sowie bei schönem Wetter überlaufene Wanderstrecke ist der „Calmont Klettersteig“ hoch über der Moselschleife in Rheinland-Pfalz. Es handelt sich hierbei um einen Klettersteig durch Europas steilsten Weinberg, welcher sich zwischen Bremm und Eller befindet. Der Calmont ist „nur“ 378 m hoch – auch wenn es einem unterwegs häufig höher, wenn nicht gar alpin vorkommt. Viel beeindruckender ist jedoch seine Hanglage von bis zu 65 Grad. Der Weinanbau sowie vor allem auch die Ernte verlangt den Winzern unheimlich viel ab – den Wanderern am Calmont aber auch so manches Mal. Was besonders beeindruckt: Bereits die Römer wussten früher schon, den sich schnell erwärmenden Schiefer zum Weinanbau zu nutzen. Ganz ohne den heutigen Gerätschaften…

Trotz der steilen Hanglage wird die Tour mehrheitlich als mittelschwer eingestuft. Egal wie, auf jeden Fall solltet ihr Wanderschuhe tragen und ausreichend zu Trinken dabeihaben. Der etwas mehr als 3 km lange Klettersteig, der eher ein schmaler Fußpfad ist, auf dem es bei „Hochbetrieb“ schon mal eng zugehen kann, ist zwar mittels 6 Kletterleitern, 22 Trittbügeln, 16 Halteeisen sowie ca. 100 m Sicherungsdrahtseilen gut abgesichert, dennoch solltet ihr trittsicher und schwindelfrei sein. Bereits im Frühling heizt sich der Weinberg auf, so dass man im Hochsommer lieber auf den Klettersteig verzichten oder aber ihn lediglich in den frühen Morgenstunden angehen sollte. Eine Kopfbedeckung ist ratsam. Bei Nässe solltet ihr von einer Begehung absehen, da es sehr rutschig und damit gefährlich sein kann.

Lesetipp: Kurzurlaub Mosel

Seid ihr auf der Suche nach einem Kurzurlaub an der Mosel? Dann schaut euch unbedingt mal meinen ausführlichen Artikel mit Klettersteig-Abenteuern und Kanufahrten an!

Tipps zum Kurzurlaub an der Mosel!


Was die Wegeführung anbelangt, so kann man sowohl in Bremm als auch in Eller beginnen. Empfehlenswert ist jedoch Bremm, da der Aufstieg über Leitern und Kletterhilfen einfacher zu bewerkstelligen ist als der Abstieg. Auch bezüglich der Tourenlänge kann man verschiedene Angaben machen: Der reine Klettersteig beträgt etwa 3,5 km, geht man jedoch den Höhenweg weiter, so kommen noch einmal rund 3,5 km hinzu. Umgerechnet bedeutet das, je nach Kondition rund 2 h bis 2 h 30 min für den Klettersteig und insgesamt für alles 5 h einzuplanen sind. Besser noch: Macht eine Tagestour draus und nehmt euch Zeit, die fantastische Aussicht zu genießen und Pausen einzulegen.

Diese beiden Wandervarianten – Klettersteig beziehungsweise Klettersteig mit Höhenweg – implizieren zwei Rückwegmöglichkeiten: Beim direkten Abstieg bei Eller (oder auch Bremm) könnt ihr am Moselufer zurück zu eurem Parkplatz laufen. Die Dauer beträgt rund 30 min und führt auf dem Fuß- und Radweg an der B 49 entlang. Der Rückweg über die Calmont-Höhe führt vom Calmont-Gipfelkreuz über den „Calmont-Höhenweg“ am archäologisch wichtigen gallorömischen Höhen- oder auch Bergheiligtum, dem Vierseenblick und der Moselhöhen-Schutzhütte vorbei.
Egal wie ihr geht, verlaufen kann man sich nicht. In jedem Fall wird euch an vielen, vielen Stellen eine atemberaubende Sicht offeriert – wie etwa die auf die gegenüberliegende Klosterruine Stuben sowie auf die, die Moselschleife befahrenden Schiffe jeglicher Größe –, ihr könnt euch an der einzigartigen Flora und Fauna erfreuen, zu der es auch gehört, dass so manche Eidechse euren Weg kreuzt, und stolz auf euch sein, wenn ihr den steilsten Weinberg Europas bezwungen habt. Daher habt ihr euch zum Abschluss sicherlich auch einen Schluck der an den Steilhängen gedeihenden „Königin der Weißweine“ – des Rieslings – verdient

Wissenswertes zum Wandern in der Eifel – 4 Fakten zum Nationalpark Eifel

Der rund 110 km² große Nationalpark Eifel, der 2004 eingerichtet wurde, ist auf dem besten Wege, ein ideales Gebiet der vier Ws zu sein: Wald, Wildnis, Wasser und Wandern. Wanderfreunde finden hier etwa 240 km ausgewiesene Wanderwege. Es gibt Halbtages-, Tages- und Mehrtages-Wanderrouten unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade. Auf dem anspruchsvollen Wildnis-Trail kann man in vier Tagesetappen die Natürlichkeit des Nationalparks kennen und lieben lernen. Dafür gibt es speziell eingerichtete Trekkingplätze, die lediglich zu Fuß zu erreichen sind. Alle Wanderwege sind übrigens fortlaufend und sehr übersichtlich markiert und werden vom Eifelverein in die aktuellen Wanderkarten eingetragen. Im Folgenden möchte ich euch das Wandergebiet „Nationalpark Eifel“ ein wenig näherbringen. Dazu gehören die Erwähnungen einiger Sehenswürdigkeiten und markanter Punkte, die Beschreibung der einzelnen sieben Regionen, Aufzählungen wichtiger Berge und Erhebungen sowie natürlich die Nennung der guten Eifeler Küche.

1. Was macht die Eifel aus?

Zahlreiche unterschiedliche Völker aber auch Klimabedingungen und geologische Veränderungen haben im Laufe der Vergangenheit ihre Spuren in der Eifel hinterlassen. Dazu zählen neben den Maaren auch Kraterseen, Schieferstollen, Sandsteinfelsen, Wald und Wasser – also „Natur satt“ – sowie Zeitzeugen in Form von Klöstern, Kirchen, Schlössern und Burgen. Wenn ihr mögt, findet ihr in einigen Museen spannende Informationen zur Geschichte und zu den Besonderheiten der Eifel.

Beliebte Ausflugsziele in der Eifel sind:

  • die Eifelmaare, als eigentliche Wahrzeichen der Eifel
  • die Abtei Maria Laach und der Laacher See, ein durch den Vulkanausbruch entstandener Caldera und der einzige wassergefüllte in Mitteleuropa
  • die Genovevaburg in Mayen mit dem Deutschen Schieferbergwerk sowie dem Eifelmuseum
  • die Manderscheider Burgen, zwei Ruinen, die von Macht- und Herrschaftskämpfen zwischen dem Herzogtum Luxemburg und dem Kurfürstentum Trier zeugen
  • Monreal, einstige Tuchmacherstadt, heute ein wunderschöner Ort mit Fachwerkhäusern und den Ruinen der Philipps- und der Löwenburg
  • Bad Münstereifel, ein charmantes Städtchen mit wunderschönen Fachwerkhäusern sowie einem City-Outlet
  • Schleiden mit der gigantischen Anlage der einstigen „NS-Ordensburg Vogelsang“, die heute eine touristische Destination ist, deren Motto „Geschichte erfahren. Natur erleben. Zukunft gestalten.“ lautet. Interessant ist hier auch das Nationalpark-Zentrum Eifel mit der Dauererlebnisausstellung „Umgang mit der Natur“.
  • Wallenborn, ein Ort, in dem alle 35 min ein Kaltwasser-Geysir meterhohe Fontänen von sich gibt
  • der Nürburgring, eine international bekannte Rennstrecke, die auch den Namen „Grüne Hölle“ trägt

2. Wo befindet sich die Eifel?

Die Eifel ist ein grenzüberschreitendes Mittelgebirge, das in den deutschen Bundesländern Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen liegt und sich in den belgischen sowie luxemburgischen Ardennen fortsetzt. Am bekanntesten ist die Vulkaneifel mit ihren Kraterseen, Schieferstollen, Lava-Aufschlüssen, Sandsteinfelsen und Kalkmulden. Typisch sind die Maare, trichterförmige, wassergefüllte Mulden vulkanischen Ursprungs. Der größte der Region ist das Pulvermaar, südöstlich der Gemeinde Daun. Die mehr als 5.3000 km² messende Eifel wird fernerhin von zahlreichen Bächen, Flüssen und Seen dominiert. Mosel und Rhein umschließen sie, zudem wird sie im Südwesten von der Our und der Sauer – französisch Sûre – begrenzt. Neben größeren Stauseen wie den Urft- und den Rursee bereichern auch zahlreiche natürliche Seen vulkanischen Ursprungs die Landschaft. Einer der bekanntesten ist der Laacher See. Will man grob eingrenzen, so kann gesagt werden, dass Aachen im Norden, Koblenz im Osten und Trier im Süden die „Grenz-Städte“ sind. Die westliche Grenze bilden die beiden Nachbarländer Belgien und Luxemburg.

3. Welches sind die höchsten Berge und Erhebungen der Eifel?

Die Eifel ist eine generell hügelige Hochebene, aus der einzelne Berge sowie langgestreckte Bergrücken hervorstechen. Der höchste Berg ist die nahe des Nürburgrings in der östlichen Hocheifel gelegene, bei Wanderfreunden beliebte, Hohe Acht mit 746,9 m. Es folgt der Ernstberg bei Daun als höchster Vulkan der Westeifel mit 699,8 m. Knapp dahinter wäre eine namenlose Kuppe mit 699,1 m sowie der Schwarze Mann (etwas über 697 m) als höchster Berg des Gebirgszugs Schneifel, nördlich von Prüm, zu erwähnen. Es folgt der höchste Berg Belgiens, der Botrange im Hohen Venn, mit 694,24 m. Auf dem 691,4 m hohen Scharteberg in der Vulkaneifel befindet sich ein Sender des SWR.

Weitere Berge und Aussichtspunkte über 600 m sind:

  • Weißer Stein und Auf Heilert in der Nordeifel
  • der Burgberg der Nürburg sowie der Raßberg in der Hohen Eifel
  • der Steling, über dessen Kuppe die deutsch-belgische Grenze verläuft
  • der Aremberg in der Ahreifel
  • der Hardtkopf in der Südeifel/südliches Schneifelvorland (rund 596 m – 601,5 m,)
  • der Schöneberg (je nachdem wo die Grenze gezogen wird, in der Hoch- oder in der Osteifel)
  • eine namenlose Kuppe bei Gondelsheim sowie eine bei Schöneseiffen
  • in der Vulkaneifel der Nerother Kopf, die Prümscheid, der Hochkelberg, der Döhmberg, die Dietzenley, der Apert sowie der Radersberg
Hohe Acht – der höchste Berg der Eifel mit 746,9 m

4. Welches sind die typischen Eifeler Spezialitäten?

Viele Jahre hinweg war die Eifeler Küche eher ein Stiefkind Deutschlands und galt sogar als „Arme-Leute-Küche“, doch mittlerweile hat man eingesehen, dass die Eifel auch kulinarisch betrachtet voll im Trend liegt: Nachhaltigkeit sowie Ressourcenverantwortung werden großgeschrieben, auf Märkten und in Hofläden gibt es regionale und saisonale Produkte zu kaufen, die die typische Eifeler Küche benötigt. Außerdem wachsen zahlreiche Wildkräuter beinahe direkt vor der Küchentür.
Generell kann man behaupten, dass ihr in der Eifel leckeres, vorwiegend jedoch deftiges Essen aus möglichst der Natur entnommenen Zutaten bekommt. Genau das richtige also, wenn ihr euch nach dem Wandern zum verdienten Mahl an den Tisch setzt. Übrigens spielt die „Grompere“, die Kartoffel, eine wichtige Rolle beim Eifeler Essen.

Im Folgenden findet ihr ein paar typische Eifeler Spezialitäten. Am besten, ihr probiert sie alle im Laufe eures Aufenthalts aus:

Hauptgerichte

  • Döppekooche (Topfkuchen): deftiges Gericht aus Kartoffeln, mit Apfelmus und Salat
  • Spießbroode: Eifelspießbraten mit Zwiebeln und Schinken gefüllter Schweinenacken
  • Himmel un Ärd (Himmel und Erde): Kartoffelpüree mit Apfelmus und Blutwurst
  • Kwällman: dicke Kartoffeln mit heißem Öl und Klatschkies (Quark)
  • Schloot (Salat): aus Kohl (Kappes), gegessen mit Eifelwurst oder Eifelschinken
  • Hongslatze: Löwenzahnsalat mit Kartoffeln und Speck
  • Eifeler Krautsalat: mit Äpfeln und Speck
  • Backesgrompere: überbackene Kartoffeln mit Wurst, Speck und Sahne
  • Pitter & Jupp: Auflauf aus Kartoffeln, Möhren, Wirsing, Zwiebeln, Lauch und Mettwurst
  • Decke Bunne met Speck: Dicke Bohnen mit Speck
  • Bonne Strüh: deftiger Sauerkrauteintopf
  • Erpelschloot: Kartoffelsalat (Es existieren verschiedene Rezepte)
  • Gerne werden auch Wild- und Fischgerichte gegessen.

Süßes & Sonstiges

Süßes & Sonstiges

  • Prummetaat: Pflaumenkuchen
  • Appeltaat: Apfelkuchen
  • Muzen: in Fett Gebackenes, meist zur Karnevalszeit gegessen
  • Monschauer Dütchen: Eierbisquit-Hörnchen
  • Printen: in Form gepresster Lebkuchen; die bekanntesten sind die Aachener und die Bad Münstereifeler Printen
  • Rievkooche: Reibekuchen mit Rübensirup aus der Voreifel
  • Brot: in vielen Dörfern wird noch deftiges Brot ohne Konservierungsstoffen in Bäckereien oder privat hergestellt
  • Eifeler Käse: verschiedene Sorten aus Kuh-, Schafs- oder Ziegenmilch
  • Bienenhonig vom Imker
  • Monschauer Senf: verschiedene Senfsorten aus der über 100-jährigen Senfmühle in Monschau

Fazit: Wandern in der Eifel

Ich hoffe meine Wanderung quer durch die Eifel hat euch gefallen. Ich liebe jede einzelne Region in der Eifel für immer neue Naturabenteuer und besonders zum Wandern. Welche Wanderroute soll ich unbedingt noch mit aufnehmen. Lasst mir gerne einen Kommentar da und verratet mir eure Lieblingstour durch die Eifel.

Bilder aus Fremdquellen:

1 Eifel Tourismus GmbH: Andreas Rüther; 1516024357

2 Touristik Büro Vordereifel: Svenja Schulze-Entrup; 1516025328

Nick Wassong
Mein Name ist Nick und es zieht mich immer wieder in die Natur, an die frische Luft und in ferne, fremde Länder. 2018 habe ich den Blog UrbanHiker.de gegründet. Gerne nehme ich euch mit auf meine Reisen und Erlebnisse und gebe praktische Tipps. Außerdem veranstalte ich Wandertouren rund um Köln - hier freue ich mich immer wieder über gleichgesinnte Mitwanderer. Seit 2012 beschäftige ich mich leidenschaftlich mit Online Marketing und arbeite aktuell als SEO Consultant bei einer Online Marketing Agentur.

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